In unserer Beitragsreihe „Helleheide – Ideen im Quartier weiterdenken“ informieren wir über die Möglichkeiten zur weiteren Gestaltung des Quartiers durch Folgeprojekte und regionale Initiativen. Auf welchen Ressourcen können zukünftige Ideen im Quartier aufbauen? Welche Angebote lassen sich auf der Quartiersfläche realisieren? In welchen Themenbereichen könnten Projekte angesiedelt sein? Hier finden Sie Antworten!

Anspruch an Folgeprojekte

Thematisch lassen sich in Helleheide eine Vielzahl an Folgeprojekten initiieren und gestalten – genannt seien hier Ideen und Vorahben aus den Themenbereichen Energie, Mobilität, Infrastruktur, Gemeinschaft, Gesundheit oder Bildung. Übergeordnet steht immer der Anspruch, diese Ideen und Folgevorhaben im Sinne einer innovativen und nachhaltigen Quartierentwicklung umzusetzen. Dabei ist die Zusammenarbeit mit der lebendigen Nachbarschaft in Helleheide erwünscht, damit Bewohner*innen gestalterischen Einfluss nehmen können. Gleichzeitig können gemeinschaftliche Projekte initiativ angestoßen werden und somit auf eine hohe Akzeptanz bei den Bewohner*innen stoßen. Daraus sollen ein hoher Mehrwert sowie die Übertragbarkeit für zukünftige Quartiersarbeiten und -entwicklungen generiert werden.

Die Einbindung möglicher Folgeprojekte ist auch über die Quartiersgrenzen hinaus wie auf dem Gelände des Fliegerhorsts, im Raum Oldenburg oder auch im Umland denkbar. Insbesondere Stakeholder aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sind angesprochen, als Multiplikator*innen das Ziel von Helleheide weiterzutragen oder auch in der Praxis neue Ideen ins Quartier einbringen. Auch Verbundvorhaben dieser genannten Akteursgruppen sind willkommen, Forschungsvorhaben oder auch Umfragen oder Nutzungskonzepte zu entwickeln.

In den vergangenen Beiträgen zu den Folgeprojekten Helleheide sind die Ressourcen, welche auf dem Quartiersgelände für die Umsetzung von Folgeprojekten zur Verfügung stehen, bereits benannt worden. An dieser Stelle soll nun eine davon konkreter beleuchtet werden:

Die Technikinsel

Im Herzen des Quartiers Helleheide entsteht ein „Labor unter freiem Himmel“ – die sogenannte Technikinsel. Innerhalb der 1.000 m² großen Fläche bietet sie unter anderem Platz für innovative Technikanlagen zur klimafreundlichen Energieversorgung des Quartiers Helleheide.

Die Technikinsel soll Technologie, Innovationen und Forschung transparent und erlebbar machen und soll Interesse am Klimaschutz auf Quartiersebene wecken. Der Betrieb dieses Reallabors durch die Stadt Oldenburg ist bis mindestens 2032 geplant.

Die Technikinsel steht sowohl Bürger*innen und Bewohner*innen als auch forschenden Unternehmen und Instituten zur Verfügung. Letztere können ihre Produkte und Dienstleistungen sowie neuartige Technologien unter realen Bedingungen erproben und dadurch hilfreiche Handlungsempfehlungen für ihre weitere Arbeit ableiten. Die Technikinsel schafft auch für Bewohner*innen eine attraktive Gelegenheit, sich praktisch in die Erprobung neuer Technologien einzubringen. So können experimentierfreudige Bürger*innen und interessierte Bewohner*innen direkt vor ihrer Haustür neueste Ansätze der Forschung erproben und mit den Akteuren hinter den Technologien diskutieren. Thematisch steht derzeit unter anderem der Bereich Smart-Health mit z. B. Angeboten der Telemedizin hoch im Kurs. Aber auch andere Bereiche wie z. B. Energie, Smart-Mobility, Elektromobilität, Wasserstofftechnologie, Umweltsensorik und vielem mehr sind denkbar.

Wie kann man sich die konkrete Ausgestaltung vorstellen?

Die Technikinsel bietet rund 1.000 m2 Außenareal, auf dem Container oder technische Anlagen, wie z. B. Ladesäulen errichtet werden können. Ein fest installierter Technikcontainer bietet seit dem 2. Quartal 2022 ca. 15 m² Labor- und Innenfläche. Hier befindet sich neben Anbindung an Strom (Niederspannung), einem WC, Wasser- und Abwasseranschluss, außerdem eine Art „Schaufenster“ für Präsentationen. In diesem bei Bedarf klimatisierten Raum können Sensoren, Rechner oder sonstige Elektronik untergebracht werden, die nicht außen befestigt werden können.

Im Laufe der Projektlaufzeit, also in den Jahren 2022 und 2023 wird die technische Ausstattung durch die Stadt Oldenburg kontinuierlich erweitert. Neben einem Glasfaseranschluss und zwei redundanten LoRa-Gateways, soll eine kleine PV-Anlage folgen. Um Messgeräte, Antennen und Umweltsensorik möglichst hoch anzubringen, wird ein Messmast auf dem Dach des Technikcontainers installiert. Zudem wird in die äußere Gestaltung wie in Grünfassaden investiert.

Die Flächen und Plätze im Technikcontainer können an forschende Unternehmen und Institute sowie an Folgeprojekte und externe Projekte vermietet werden. Die Mietkonditionen sind verhandelbar.

Wenn Sie interessiert sind, melden Sie sich gern unter digitalisierung@stadt-oldenburg.de

5. April 2022
Quelle: Stadt Oldenburg

Helleheide – Anspruch an Folgeprojekte und Vorstellung der Technikinsel

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